Unsere Reise durch den September endet bald. Die EGX und der „Talk Like a Pirate Day“ sind nur zwei der Events, an denen unser Team in diesem Monat teilgenommen hat. Doch bevor der Monat sich dem Ende zuneigt, erwartet euch noch ein weiteres Community Spotlight!

Wieder wird ein regelmäßiger Besucher unseres Sea of Thieves-Forums näher beleuchtet: Tom, auch bekannt als Taydoge Swift. Tom spricht über seine schönsten Sea of Thieves-Erinnerungen – In-Game und außerhalb des Spiels – und erzählt euch, wie er auf seinen Popstar-/Meme-inspirierten Alias gekommen ist. Leg los, Tom!

Manche Piraten haben Papageien, andere haben... Plüschkatzen?

[F]: Erzählst du uns, wie du zum Spielen gekommen bist?

[A]: Das erste Spiel, an das ich mich erinnere, war Super Mario 64, das ich im reifen Alter von sechs Jahren bei meinem Großvater spielte. Rückblickend sehe ich es als großes Glück, dass ich gleich mit einem so renommierten Spiel anfing. Es hat mein Interesse für die Welt der Videospiele geweckt. Als Mario durch die Gegend zu hüpfen, „einzuschlafen“, wenn man gerade AFK war, sich aus einer Kanone zu feuern, um als Erster auf dem Hügel anzukommen – das sind alles lebhafte Erinnerungen, nicht nur an das Spiel an sich, sondern auch an Erlebnisse mit meiner Familie.

Ich habe erst seit Kurzem eine Konsole, aber ich weiß noch, wie ich meinen ersten PC einrichtete, damit ich Star Wars Republic Commando spielen konnte – bis heute mein absolutes Lieblingsspiel (ich werde dich nie vergessen, Sev). Das war mein erstes Spiel für den PC, für das man eine Grafikkarte brauchte. Das war der Beginn meines beschwerlichen (und teuren) Wegs zu einem selbst gebauten PC und mein Eintritt in die Welt der PCMR-Gamer.

[F]: Warst du schon vor Sea of Thieves ein Rare-Fan? Hast du Rare-Lieblingsspiele?

[A]: Naja, lasst es mich so ausdrücken: Soweit ich weiß, habe ich davor nur zwei Spiele von Rare gespielt, aber beide haben mir sehr gefallen. (Was denn? Ihr habt eben kaum PC-Spiele herausgebracht!) Das erste war Donkey Kong Country auf dem Game Boy Advance SP. Ein tolles Spiel. Es hatte genau die richtige Mischung aus Spaß und Schwierigkeit. Und die Animation, wenn man auf die Maulwürfe springt, ist einfach super. Das Level mit den Karren im Bergwerk war immer mein Highlight, wenn ich das Spiel wieder mal durchspielte.

Das andere Spiel ist noch gar nicht so lange her, Kinect Sports Rivals. Ich finde, dieses Spiel wurde nicht genug gewürdigt. Dabei ist es wirklich klasse. Es hat mich von der Kinect überzeugt. Ihr wollt gar nicht wissen, wie oft ich beim Tennisspielen gedacht habe, mein Arm fällt gleich ab, oder wie oft ich im Kletter-Level wie ein Idiot auf- und abgesprungen bin. Die Sache mit dem Gesichtssensor war auch ziemlich cool. Wer sieht nicht gern zu, wie eine sportliche, digitale Version von einem selbst klettert, Tennis spielt und Wakeracer fährt, während man selbst gemütlich im klimatisierten Keller sitzt? Was soll das heißen, ich könnte das alles im echten Leben machen? Wozu das denn?

[F]: Welche Spiele spielst du zurzeit? Sind Lieblingsspiele dabei?

[A]: Mal überlegen, was spiele ich denn … *schaut in der Steam-Bibliothek nach*. Ich spiele irgendwie immer abwechselnd drei oder vier Spiele auf einmal. Im Moment sind das Overwatch (mit Mercy-Nerf und Roadhog-Buff), Rainbow 6 Siege (als Lord Tachanka), Battlefield 1 (kleiner Metawitz) und natürlich PUBG. Aber mein absolutes Lieblingsspiel ist Star Wars Republic Commando, das für mich als Star-Wars-Nerd ganz toll war, weil es das Universum durch die Klonsoldaten erweiterte, die ich in den Serien und Filmen immer am besten fand. Ich liebte die Dialoge zwischen den Klonen. Am Ende dachte ich: „So, wo ist das nächste Level? Ich muss weiterspielen!“.

Mein zweites Lieblingsspiel ist BioShock Infinite, aus ähnlichen Gründen. Tolle Story, klasse Charaktere. Elizabeth war eine der wenigen Figuren, in die ich mehr oder weniger verliebt war. Ihre Dialoge und Videosequenzen waren so lebendig, dass ich wirklich das Gefühl hatte, für sie zu kämpfen. Als der Abspann kam, fiel mir erstmal die Kinnlade herunter, dann klickte ich auf „Neues Spiel“, um zu sehen, was ich anders machen könnte als beim ersten Mal und ob ich etwas übersehen hatte. Ich musste es tun … für Elizabeth.

Wie alle Piraten liebt Tom das Abenteuer unter freiem Himmel.

[F]: Was hat dich ursprünglich zur Sea of Thieves-Community gebracht?

[A]: Ein Artikel auf Windows Central, der Anlaufstelle für die neuesten Xbox-News (keine Schleichwerbung)! Aber im Ernst, da stand so ungefähr: „Hey, es gibt da ein Rare-Spiel mit Piraten und Schätzen,” und ich dachte gleich: „Hey, wie cool!“ Der ulkige Trailer zur damaligen E3 hatte mir gefallen, also dachte ich mir, es kann nicht schaden, sich mal anzumelden und zu sehen, was an dem ganzen Wirbel dran ist. Außerdem: Als einer der Ersten ein exklusives Xbox-Spiel zu testen ist nie verkehrt, oder?

[F]: Du bist im Forum bekannt für deine witzigen Memes und GIFs, aber auch für deine vielen scharfsinnigen Beiträge. Was würdest du, als Fan des Spiels, der Community gerne noch geben?

[A]: Wow, scharfsinnige Beiträge? Ich fühle mich geschmeichelt. Und ja, ich mache wohl das ein oder andere Meme und GIF („JIF“ gesprochen). Aber ich hoffe, dass ich nicht nur dafür bekannt bin. Vor ein paar Monaten habe ich CaptnJaq geholfen, ihren 24-stündigen Charity-Stream zu starten. Ich war hin und weg davon, dass sich jemand so engagiert und einfach mal sagt „Hey, lass uns dieses Event organisieren und alle möglichen Leute dafür gewinnen“. Sie hat das toll gemacht. Seit ich das mitbekommen habe, frage ich mich immer: „Was würde CaptnJaq tun?“ Sie ist wie ein Wirbelwind im Forum unterwegs, um Leuten zu helfen. Ich bin zwar weniger wie ein Wirbelwind, aber ich versuche den Leuten auf meine eigene, humorvolle Art und Weise zu helfen.

Ich finde es ziemlich langweilig, Antworten einfach nur zu kopieren. Bei manchen Themen muss es zwar sein, aber ich versuche die Antwort immer für die jeweilige Person anzupassen oder die Hintergründe zu erklären. Mir persönlich sind die Antworten ziemlich egal, ich will einfach wissen, warum etwas so ist, damit ich es besser verstehe. Genau das versuche ich im Forum und auf Discord: erklären, warum etwas so ist, wie es ist. Um es mit den Worten eines berühmten Astrophysikers zu sagen: „Das Spiel ist Ding, Dang, Dong. Es gibt nicht nur Ding.“

[F]: Dürfen wir fragen, wie dein Alias „Taydoge Swift“ entstanden ist?

[A]: Tja, ich war im Forum nicht immer als Taydoge bekannt. Am Anfang kannte man mich als TheMadHattster, was mein ursprünglicher Xbox-Gamertag war. Ich hatte ihn schon immer für Accounts verwendet, auch für mein Steam-Konto. Damals habe ich nicht gerade wenig Counter-Strike: Global Offensive gespielt, also wollte ich einen, äh … alternativen Account. Aber ich brauchte einen neuen Benutzernamen. In diesem Moment durchbrach ein Lichtstrahl die Wolken und ich hörte aus der Ferne Taylor Swifts engelsgleiche Stimme (aus meinen Kopfhörern, da ich Songs von ihr hörte). Also warum nicht einfach diese wunderbare Frau mit einem Hund mischen? Leider kannte ich mich mit Photoshop nicht aus.

Aber das war dann auch nicht nötig. Zum Glück gibt es ja das Internet. Jemand hatte dieselbe Idee gehabt, also klaute ich das Bild auf tumblr. Ich änderte den Text ein bisschen ab, also gehört es jetzt mir! Übrigens kommt das Bild bei den Leuten echt gut an. Wenn ich zum Beispiel Siege spiele, sagen die Leute immer, dass ihnen der Name bekannt vorkommt. Dann sehen sie mein Profilbild und sagen: „Ach, du bist es“. Es ist irgendwie cool, pseudoberühmt zu sein.

[F]: Gibt es irgendwelche Momente in deiner Zeit als Sea of Thieves -Forummitglied, die hervorstechen?

[A]: Ja. Immer, wenn jemand den @insider-Tag verwendete, flippten alle im Forum aus und schrien auf die Person ein. Die Deckhands standen dem Mob machtlos gegenüber. Das waren noch Zeiten. So ist das heute nicht mehr. Die neuen Insider werden nie in den Genuss kommen, getaggt zu werden bzw. nicht persönlich getaggt zu werden, weil man es deaktiviert hat. Ruhe in Frieden, @insider-Tag. Du bist zu früh von uns gegangen.

Außerdem: Einmal kommentierte JoeNineTee meinen Beitrag und schrieb, dass er ihn zum Kichern gebracht habe. Ich würde das gerne in meinem Lebenslauf erwähnen. Leider reagiert er nicht auf meine Anrufe.

Abgesehen davon war ich begeistert, wie die Discord-Leute für die Gamescom-Jagd zusammengearbeitet haben. Wir erstellten einen Kanal, in dem man über die Rätsel diskutieren konnte. Ich war zwar schon fertig, aber es war toll zu sehen, wie all die neuen Leute über Hinweise diskutierten, provisorische Karten erstellten und einander halfen, ohne den genauen Standort zu verraten, wenn sie ihn gefunden hatten.

Reisegeschichten sind ein großer Teil von Sea of Thieves. Tom hat einige davon zu erzählen!

[F]: Du hast das Spiel ja gespielt. Hast du irgendwelche Geschichten aus deinen Spielsitzungen auf Lager?

[A]: Ja, meine erste Sitzung war während der Gamescom-Woche. Ich spielte mit ein paar neuen Alpha-Spielern, die auch gerade erst eingeladen worden waren, die Erfahrung war also für uns alle neu. Wir verbrachten die erste halbe Stunde damit, in einen Eimer zu erbrechen und uns damit zu bewerfen. Dann hatte ich das Erlebnis. Wir waren auf Schatzjagd auf einer Insel, und ich kam an eine Klippe mit Blick aufs Meer. In der Ferne sah ich zwei Schlachtschiffe, und irgendwie gefiel es mir, ihnen beim Kämpfen zuzusehen. Es war sehr beeindruckend, ich genoss jede Sekunde. Wie sie einander umkreisten, wie die Kanonen feuerten, wie sie immer wieder aufeinander zu- und wieder zurücksteuerten und so weiter. Leider wurde die Szene dadurch ruiniert, dass ein Schiff das andere rammte und am Ende beide versanken, aber eine Zeit lang war es wirklich schön.

Was auch Spaß gemacht hat, war die Suche nach dem Gamescom-Schatz. Ich fand den Standort, wo der Schatz lag, als Erster der Crew (Grüße an CaptnCross und Freckle Force und den anderen Typen, dessen Namen ich nicht mehr weiß!). Als ich ihn entdeckte, war ich von der gespenstischen Aufmachung sehr beeindruckt. Ich sagte: „Jungs, das solltet ihr sehen!“ Ihre kollektiven Ausrufe des Erstaunens waren es wert, den Schatz nicht alleine zu holen.

[F]: Welchen Piratennamen würdest du dir geben?

[A]: Ich … ich weiß es nicht. Darauf war ich jetzt nicht vorbereitet. Käpt’n Holzbein Augenklappe Hakenhandbart? Was anderes fällt mir nicht ein. Ich bin der klischeehafteste Pirat aller Zeiten. Harrr!

[F]: Welche Hobbys hast du außer Spielen?

[A]: Soll das heißen, es existieren noch andere Dinge? Also, ich arbeite Teilzeit, ich gehe Vollzeit zur Schule und dazwischen sitze ich in meinem bisschen Freizeit gerne im Bett und schaue mir die neuesten Overwatch-„Comp Metas“ an, sehe mir zum vierten Mal Willkommen in Gravity Falls an und drücke mich vor meinen Hausaufgaben, indem ich schlechte GIFs und Videos baue, über die ich mich wahrscheinlich nur selbst amüsieren kann. Nun ja, ich bin auch gerne draußen. Durch das ganze Gepiepe, die Feeds, die ich aktualisieren muss, und die ständigen Nachrichten weiß ich es viel mehr zu schätzen, mal nach draußen zu gehen und das Handy für ein paar Stunden auszuschalten, einen Spaziergang am See zu machen, in den Sonnenuntergang zu glotzen und über den Sinn des Lebens nachzudenken. Wenn ich damit fertig bin, gehe ich heim und starte Overwatch, um mich über jemanden aufzuregen, der Hanzo auswählt, obwohl wir schon eine Widow und eine Ana haben.

und so geht ein weiteres Community Spotlight zu Ende. Ein großes Dankeschön an Tom, der sich die Zeit genommen hat, uns mehr über sich zu erzählen! Was seinen Wunsch-Piratennamen angeht, wollen wir mal ein Auge zudrücken … In den kommenden Oktoberwochen erwarten euch noch mehr Spotlights und Artikel. Bis es so weit ist, behaltet eure diversen sozialen Kanäle im Auge, damit ihr keine Neuigkeiten von uns verpasst!