Mit der Ankunft der Botschafter und der Möglichkeit, Allianzen zu schließen, tauchen wir ein wenig in die Geschichte und die Prioritäten der Handelskompanien von Sea of Thieves ein – und die unsichere Balance, die sie anstreben, um dieses Piratenparadies relativ friedlich zu halten. Nach unserem ersten Spotlight über die Goldsammler wenden wir uns nun einer überaus respektablen Gruppe von Händlern zu: dem Handelsbund.


Entstehung der Kompanie

Beim Handelsbund handelt es sich um eine der neueren Handelskompanien, die in der Sea of Thieves Fuß gefasst haben. Diese Kompanie hat mit so gut wie nichts angefangen und es geschafft, ein florierendes Geschäft aus dem Boden zu stampfen, von dem die anderen Kompanien noch immer eine Menge lernen. Die Vertreter dieser Kompanie schätzen vor allem Dinge wie Förmlichkeit, Disziplin und Präzision, was sie von den meisten Piraten, deren Dienste sie in Anspruch nehmen, unterscheidet. Allerdings hat ihr fortschrittliches Denken zu einigen sehr lukrativen Arrangements geführt.

Ihre Rivalen halten sie für spießig und übereifrig, und tatsächlich ist der Handelsbund nicht immer die umgänglichste Kompanie. Sie lassen so gut wie nie mit sich feilschen und ziehen es vor, keine unnötigen Risiken einzugehen. Sie dulden keinen Unfug und kein Banditentum, und sie haben ganz gewiss keine Zeit und kein Verständnis für das Erkunden der Sea of Thieves, um irgendwelche „Abenteurergelüste“ zu stillen. Profite werden durch einen rechtzeitigen und achtsamen Handel und durch den Aufbau eines Ansehens, das auf Verlässlichkeit basiert, gewährleistet. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, wenn primär auf die Mithilfe von freischaffenden Piraten vertraut wird. Daher basiert die Vergütung des Handelsbunds für Seefahrten zum größten Teil auf Geschwindigkeit und der Beschaffenheit der gelieferten Ladung.

Warum dann überhaupt auf Piraten vertrauen? Weil Piraten in Hülle und Fülle existieren; und weil die Frau, die den Handelsbund begründete, realisierte, dass es besser ist, wenn abgebrühte Crews für dich statt gegen dich arbeiten. Wie die Leser des Comics Sea of Thieves: Origins zweifellos wissen, war diese Frau keine andere als Kauffrau Mollie. Sie erschuf den Handelsbund praktisch aus dem Nichts und spaltete sich so von einer wesentlich größeren Organisation ab – der Großen Marinegewerkschaft.

Die GMG besitzt in der Welt jenseits des Teufelsschleiers einen nicht zu unterschätzenden Einfluss, und sie herrscht mithilfe eines eisernen Griffs über riesige Flotten, die sich über mehrere Kontinente erstrecken. Allerdings gibt es noch immer einen Markt, den sie sich noch nicht unter den Nagel gerissen haben – die versteckte Sea of Thieves. Ihre Arroganz verhinderte bisher, dass sie vollends begreifen, wie sie sich das geheime Paradies an Gold und mysteriöser Macht zunutze machen können. Allerdings ist der Erfolg des Handelsbunds, der sich dank Mollies Bereitschaft zur Umarmung neuer Ideen abspaltete, ein düsteres Omen. Diese Händler repräsentieren die Ankunft der Zivilisation und der Ordnung auf der Sea of Thieves: Je mehr sie florieren, desto mehr wird es der „wahren“ Piraterie erschwert, als realistische Lebensweise anerkannt zu bleiben. Falls es dem Bund gelingen sollte, noch weiter zu wachsen – oder falls es der Großen Marinegewerkschaft gelingt, noch weitere Schiffe in seinem Kielwasser fahren zu lassen – könnte sich die Sea of Thieves, wie wir sie kennen, einer ernsthaften Bedrohung gegenübersehen …

Arbeit der Kompanie

Der Handelsbund versucht, es zu vermeiden, die Goldsammler unnötig zu provozieren, indem er sich auf Handelswaren anstelle der Schatzsuche konzentriert. Obwohl sie zweifellos eine Menge Gold verdienen. Sie bieten primär Seefahrten an, bei denen sich alles um das Aufspüren und Abliefern von Waren dreht. Sie könnten euch sogar darum bitten, wilde Tiere zu finden und diese in Käfige zu sperren, um sie daraufhin bei Händlern auf anderen Inseln abzuliefern.

Außerdem handeln sie mit Alltagswaren wie Kisten mit seltenem Tee oder feinen Gewürzen – also mit Dingen, die bei Piraten mit erlesenem Geschmack und häuslichen Menschen sehr begehrt sind. Ressourcenkisten und Schießpulverfässer, die normalerweise zum Aufstocken der eigenen Schiffe dienen, werden ebenfalls akzeptiert, wohingegen andere lukrative Seefahrten verderbliche Frachtkisten beinhalten. Luxuriöse Stoffe, Pflanzen und Rum sind zwar eine ganze Stange Gold wert, allerdings sinkt ihr Wert rapide, wenn diese Dinge verderben beziehungsweise ihre Qualität abnimmt. Nasser Stoff, ausgetrocknete Pflanzen und kaputte Flaschen (nachdem sie vermutlich fallen gelassen, umgestoßen oder durch feindliches Feuer getroffen wurden) resultieren in finanziellen Abzügen.

Ein neuer Rekrut, der sich für den Handelsbund entscheidet, beginnt zwar als einfacher Handelsseemann, aber er kann, wenn er tüchtig genug ist und keine Ladung verliert, durchaus bedeutende Titel erreichen, die an die Flotten der äußeren Welt erinnern. Der Bund belohnt beförderte Piraten mit Ferngläsern und Uhren, die einer fortschrittlichen Handwerkskunst entspringen und die es ihnen erlauben, potenzielle Gefahren noch besser auszumachen, um so die Ladungen rechtzeitig an ihr Ziel zu bringen. Seit dem Update Fortunas Schiffe können Piraten ab sofort den Rang 50, Meister, hinter sich lassen und so ihre ganz eigene Sammlung eines Schiffsanpassungssets des Handelsbunds in Angriff nehmen.

Gedanken über …

Die Goldsammler:
„Die Goldsammler haben ein ziemlich cleveres Geschäftsmodell. Allerdings scheinen sie nichts davon zu verstehen, wie sie ihre Gewinne richtig investieren. Sie sind einfach nur damit beschäftigt … alles zu horten!“

Der Handelsbund:
„Wir sind vielleicht nicht in der Lage, all die anderen Piraten durch ‚wildes Säbelrasseln‘ und so weiter zu beeindrucken, aber uns gehört dennoch die Zukunft der Sea of Thieves.“

Der Seelenorden:
„Ihr mystisches Geschwafel ist zwar nichts weiter als Unsinn, aber sie schaffen es, die Skelette auf Abstand zu halten, was unsere verlorene Fracht reduziert.“

Athenes Segen:
„Der Piratenlord scheint unsere Präsenz zu dulden; und Legenden sind verlässliche Kuriere. Doch wenn wir am Ende allen Handel kontrollieren, ist ein Konflikt unausweichlich.“

Die Säbelrassler:
„Unser Arrangement, diesen Schandfleck von Arena mit Nachschub zu versorgen, erwies sich als ziemlich lukrativ. Je mehr sie trinken, umso mehr profitieren wir.“

Der Ruf des Jägers:
„Dieser Clan an Vagabunden könnte für unseren Nahrungsmittelhandel eine ernste Bedrohung werden … falls sie sich je auch nur im Entferntesten organisieren sollten.“

Die Schnitterknochen:
„Eine höchst beunruhigende Entwicklung. Diebstahl und Unordnung sind der Preis dieses Geschäfts, aber organisierte Aggression? Das kann nicht geduldet werden.“

Kompanievertreter

Kauffrau Mollie ist beim Sanctuary-Außenposten stationiert. Als Gesicht der Kompanie hat Mollie höchstpersönlich den Handelsbund ins Leben gerufen und sich so aus dem Nichts eine goldene Zukunft geschaffen.

Kauffrau Mavis ist beim Golden-Sands-Außenposten stationiert. Sie bevorzugt schnelle und effiziente Lieferungen, auch wenn das bedeutet, dass sie dafür ein wenig Kundenservice opfern muss. Ihr gebt also besser Gas!

Kauffrau Meg ist beim Galleon’s-Grave-Außenposten. Sie hat eine Schwäche dafür, Piraten einfache Mottos mit auf den Weg zu geben, damit sie genau wissen, was sie zu tun haben. Ein Beispiel: „Nimm einen Auftrag an und führe ihn aus, am besten gestern!“

Kauffrau Mildred ist beim Ancient-Spire-Außenposten stationiert. Sie ist zwar ein wenig umgänglicher als einige ihrer Kollegen, aber auch aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt, was es ihr erlaubt, auf sich selbst aufzupassen.

Kauffrau Mandy ist beim Dagger-Tooth-Außenposten stationiert. Da sie Tiere von ganzem Herzen liebt, erinnert sie Piraten daran, mit ihren lebendigen Ladungen besonders umsichtig umzugehen … obwohl dies eigentlich der Natur ihrer Geschäfte zuwiderläuft.

Kauffrau Maureen ist beim Plunder-Außenposten stationiert. Maureen scheint zu glauben, dass das Händlerleben ein ziemlich schwieriges Geschäft sei. Warum sie so denkt? Na, weil Händler jeden Tag aufs Neue mit tödlichen Kreaturen wie Schweinen und Hühnchen konfrontiert werden. Ihr solltet also auf der Hut sein, nur für alle Fälle!

Kauffrau Matilda ist beim Morrow’s-Peak-Außenposten stationiert. Matilda ist eher eine aggressivere Händlerin, die fest daran glaubt, dass die Kompanie nur überlebt, solange die Piraten bereit sind, ihre Fracht unter allen Umständen zu verteidigen.

Botschafteranleitung

Piraten, die sich dafür entscheiden, ein Botschafter des Handelsbunds zu werden, verdienen sich das Recht, dessen Uniform zu tragen (natürlich gereinigt, mit Dampf gebügelt und korrekt zusammengefaltet), und sie erhalten eine verbesserte Rate für das Erhalten von Profit und Ansehen, wenn sie ihren Botschaftergrad erhöhen. Um euren Grad zu erhöhen, könnt ihr unter anderem Händler-Seefahrten abschließen, Tiere fangen oder abliefern, Frachtkisten abliefern oder Kisten und Meerjungfrauenedelsteine aufsammeln.

Das Verstauen derartiger Gegenstände auf eurem Schiff sorgt für einen Anstieg des Ansehens der Kompanie, wodurch euer Grad steigt. Alternativ könnt ihr euren Grad auch erhöhen, indem ihr Forts, Skelettschiffe oder Megalodons besiegt, also all die Bedrohungen, die Handelsrouten so gefährlich machen. Falls ihr wagemutig genug seid, um an eurer verkäuflichen Fracht festzuhalten, bis ihr den Botschaftergrad 5 erreicht, verdient ihr euch den maximalen Einlösebonus sowie eine ganz besondere Mission!

Botschafter – Offizieller Gameplay-Guide für Sea of Thieves

Dauer 3:44

Weitere Informationen

Wenn ihr noch mehr über den Handelsbund erfahren wollt, dann …

Spielt Sea of Thieves und führt euch die Seemannsgarn-Serie Shores Of Gold zu Gemüte, bei der die Geschichte im Vordergrund steht.

Taucht in die Comic-Serie Sea of Thieves: Origins ein und lest Volume 2 – The Bonds of Union, um einen Blick auf die Hintergrundgeschichte von Mollie zu werfen, und erfahrt, wie sie den Bund gegründet hat (und so unabsichtlich den Grundstein für eine weitere berühmte Gruppe gelegt hat) …