In unserem neuesten Creator-Spotlight haben wir einen Piraten, der nicht nur auf eine, sondern gleich zwei Shrouded Ghosts stieß: der wundervolle Spammals! Wir haben ihm ein paar Fragen zu seinen bisherigen Reisen über die Meere gestellt, um mehr über seine Erlebnisse auf See zu erfahren.

Möchtet ihr bei der Creator-Crew von Sea of Thieves anheuern? Hier erfahrt ihr mehr darüber.

[F]: Wie bist du zum ersten Mal mit der Welt der Videospiele in Berührung gekommen?

[A]: Mein erstes Erlebnis mit Videospielen war in den 90ern mit dem legendären Nintendo Game Boy! Danach wurde ich zu einer Art Nintendo-Kind, das mit dem SNES aufwuchs und später dann mit dem N64. Im Laufe der Jahre habe ich den Großteil der von Rare entwickelten Spiele gespielt: Donkey Kong Country, GoldenEye, Blast Corps, Banjo-Kazooie. Die Liste ist lang. Ich hätte nie gedacht, dass ich in Zukunft als Partner in Sea of Thieves über die Meere segeln würde! Ein Traum, der Wirklichkeit wurde!

[F]: Wie bist du Teil der Sea of Thieves-Community geworden?

[A]: Als ich meine ersten Videos in Sea of Thieves produzierte, war ich schon seit einigen Jahren auf YouTube unterwegs. Und obwohl ich ein eigenes Publikum hatte, fiel es mir ziemlich schwer, die SoT-Community zu gewinnen. Dennoch habe ich es immer weiter probiert! Mit der Zeit habe ich auf der See ein paar tolle Freunde gewonnen, allen voran Heal Please Heal, Captain Falcore und KaidaWrath. Gemeinsam stürzten wir uns in aufregende Abenteuer, und meiner Meinung nach entstanden daraus die besten Videos, die ich je gemacht habe. Ich glaube wirklich daran, dass es die Kraft unserer Freundschaft sowie der pure Spaß an der Freude war, die wir zusammen erlebten, die endlich dazu führten, dass meine Videos die breite Masse der Community ansprachen. Der Rest ist Geschichte!

[F]: Wann hast du angefangen, Content zu erstellen, und wie kam das?

[A]: Ich wollte die Leute schon immer unterhalten, und eine lange Zeit versuchte ich es mit Musik. Das war noch, bevor das Internet allgemein verfügbar war und YouTube zu einer großen Sache wurde. Im Laufe der Jahre veränderte sich auch die Musikindustrie und ich wurde zunehmend unzufriedener mit dem, was ich tat. Neben der Musik war ich schon immer ein Zocker, aber keiner meiner Freunde interessierte sich für dieselben Spiele wie ich. Ich fühlte mich einsam und wollte hören, was andere so zu sagen hatten, weshalb ich mich YouTube zuwandte und mir einige Let’s Plays reinzog. Die haben mich sofort fasziniert! Die Webcams haben ihre Reaktionen sehr gut eingefangen und dank ihrer Kommentare wusste ich, was sie vom Spiel hielten. Und als ich da so saß und ihnen zuschaute, dachte ich mir: „Ich liebe das. Das würde ich definitiv machen!“

Während meiner Zeit als Musiker habe ich mir einiges im Bereich Audio beigebracht und bin damit ins kalte Wasser gesprungen. Ich habe alles gegeben! Logischerweise waren meine ersten Videos reiner Schrott, aber ich habe mich immer dazu gepusht, es besser zu machen, besser zu sein. Entgegen allen Erwartungen ist mein Kanal so stark gewachsen, dass das Spielen zu meinem Beruf wurde. Auch heute noch treibe ich mich dazu an, meine Zuschauer bestmöglich zu unterhalten.

[F]: Wie entscheidest du, welche Art von Content du erstellst?

[A]: Wenn ich Videos für Sea of Thieves erstelle, will ich einfach nur viel Spaß haben. Alles andere liegt nicht in meiner Hand! Man legt ab und denkt sich: „Heute mache ich dieses und jenes.“ Aber in Wirklichkeit ist dem Meer ganz egal, was du willst, und es hält unerwartete Überraschungen für dich bereit. Gerade das macht Sea of Thieves so einzigartig und spannend. Man weiß nie, was einen erwartet, wenn man die Segel setzt. Solange man sich auf das Abenteuer einlässt, wird man ein paar außerordentliche Erfahrungen machen, und hoffentlich noch dazu ein spannendes Video erhalten!

[F]: Auf welche Herausforderungen bist du bei der Content-Erstellung in der Vergangenheit gestoßen?

[A]: Aus der Sicht eines Content Creators besteht das größte Problem darin, dass das Erstellen von Videos viel Zeit erfordert. Das Wort „schnell“ existiert in Sea of Thieves nicht! Es hat z. B. acht Stunden gedauert, ein kürzlich von mir veröffentlichtes Video („The Entire Server Came For Us“ mit KaidaWrath) zu drehen, und eine Woche, es zu bearbeiten. Wir wollten eigentlich nur ein paar Forts ausräumen, aber das Meer hatte andere Pläne für uns, und so mussten wir uns durchgehend PvP-Kämpfen stellen. Bei so viel Action war es wirklich schwer, sich durch das ganze Filmmaterial zu arbeiten und es dann so zu präsentieren, dass es Sinn ergab, den Flow nicht zerstörte und auch noch sehenswert war. Letzten Endes war ich mehr als glücklich mit dem Video und es war die Mühe wert. Zukünftig will ich die Sea of Thieves-Inhalte schneller und effizienter bearbeiten. Vor allem, wenn es um Thumbnails geht! Mit denen habe ich wirklich Probleme.

[F]: Welche verschiedenen Kanäle nutzt du?

[A]: Ich habe nur diesen einen YouTube-Kanal und für Live-Streams nutze ich Twitch.

[F]: Was war bisher dein denkwürdigster Moment in Sea of Thieves?

[A]: In meinem ersten Jahr in Sea of Thieves war ich kein Fan von PvP. Als sich dann aber das Anniversary Update anbahnte, fand ich immer mehr Gefallen daran. Es war während des ersten „Gold and Glory“-Wochenendes, als ich bei Wanderer’s Refuge auf Zweimaster-Jagd war und wir eine Galeonenbesatzung entdeckten, die auf der Insel gerade Schätze ausgraben wollte. Wir näherten uns, um zuzuschlagen, aber sie setzten die Segel und so kam es zu einer Verfolgungsjagd. Wir verfolgten sie gnadenlos, aber sie schafften es, stets rechts von uns außerhalb der Reichweite unserer Kanonen zu bleiben. Eine gefühlte Ewigkeit lang waren wir ihnen dicht auf den Fersen, bis sie schließlich einen Fehler machten. Sie drehten Steuerbord bei und kamen in Reichweite unserer Kanonen.

Ich und Crewmitglied Axel feuerten uns selbst ab und landeten direkt vor ihnen. Wir brachten auf beiden Seiten der Galeone jeweils eine Leiter an und enterten sie gleichzeitig. Auf dem Deck sahen wir so viele Schätze wie nie zuvor, aneinandergereiht für schöne Screenshots! Der Anker wurde ausgeworfen und wir fingen an, die Crew plattzumachen und sie an Reparaturarbeiten zu hindern, während unser drittes Mitglied Monkey eine Kanonenkugel nach der anderen in ihrem Schiffsrumpf versenkte. Das war mein allererster Raubzug überhaupt und auch das erste Mal, dass ich so lange bei einem Kampf auf Deck überlebt habe. Ich kann es noch immer vor mir sehen, wie das Schiff in der Tiefe versank, despawnte und ein glitzerndes Licht zurückließ. Die Truhen stiegen an die Oberfläche auf und bildeten einen Teppich aus Gold. Es war einfach unglaublich! Heutzutage treffen wir auf mehr Schätze und fechten beeindruckendere Kämpfe aus, aber ich werde mich trotzdem immer daran erinnern, wie es sich damals für mich angefühlt hat. Vergesst nicht: Es geht nicht ums Gold, sondern um Ruhm!

[F]: Was gefällt dir an dem Spiel gerade am besten und worauf freust du dich in Zukunft?

[A]: Das klingt vielleicht nach einem Klischee, aber um ehrlich zu sein, ist das, was mir am Spiel am besten gefällt, dass ich Zeit mit meinen Freunden verbringen kann. Falcore und ich segeln jeden Freitag zusammen und haben dabei jede Menge Spaß. Ich verbringe außerdem viel Zeit mit KaidaWrath und wie ihr vielleicht wisst, ist sie total abgedreht! Zwischendurch spiele ich auch mit meinen Freunden Axel und Eloise sowie zahlreichen anderen Leuten. Es geht um das Erlebnis, das wir gemeinsam auf See erfahren, das mir so viel bedeutet. Wenn es um die Zukunft geht, so freue ich mich darauf, noch mehr Freunde zu gewinnen und noch mehr tolle Dinge zu erleben.

[F]: Auf welche Gaming-Leistungen bist du besonders stolz?

[A]: Ich bin nicht sicher, was meine bedeutendste Gaming-Leistung ist, aber im Laufe der Jahre haben sich zahlreiche Dinge ereignet, auf die ich stolz sein kann, weil ich Teil von ihnen war oder dazu beitragen konnte. Ein Beispiel hierfür wäre, als ich mich mit Captain Falcore, Heal Please Heal und RiceNPeaRoy zusammenschloss, um Spendengelder für SpecialEffect zu sammeln. Das war meine erste große Wohltätigkeitsaktion und sie war ein voller Erfolg. Es hat sich wirklich toll angefühlt, Menschen in Not durchs Zocken zu helfen.

[F]: Wie bist du auf den Namen für deinen Kanal gekommen?

[A]: Lange Rede, kurzer Sinn: In den 90ern war ich in einer Band, die ein Webforum hatte. Niemand unterhielt sich dort, also habe ich dort ständig Beiträge verfasst, um es am Leben zu halten, sollte doch mal jemand vorbeischauen. Mein Name war Spam. Später habe ich dann angefangen, World of Warcraft zu spielen, aber der Name Spam war verboten, also habe ich mich SpamUK genannt. Allerdings haben mich die Leute Spa-muk genannt, was mir nicht sonderlich gefiel. Eines Tages nannte mich ein Freund aus Jux Spammals und das blieb dann direkt hängen. Von diesem Tag an war ich Spammals!

[F]: Welchen Rat würdest du jemandem geben, der selbst Content erstellen möchte?

[A]: Es gibt ein Zitat aus dem Film Feld der Träume, das mir wirklich sehr am Herzen lag, als ich noch ganz am Anfang stand: „If you build it, they will come“, was abgewandelt so viel bedeutet wie: „Wenn du es baust, werden sie kommen.“ Zur Verdeutlichung: Ich erinnere mich noch an die Zeit, als meine Videos keine Aufrufe hatten, aber das hat mich nie runtergezogen. In Gedanken hatte ich die Einstellung, dass ich in meinen Videos so kommentiere, als würde ich mit der gesamten Welt reden, selbst wenn in Wirklichkeit niemand zuschaute. Irgendwann, mit etwas Glück, würden die Leute mich finden, und dann wären da meine alten Videos, die sie unterhalten würden. Wenn man also von Leidenschaft getrieben ist und immer sein Bestes gibt in allem, was man tut, dann werden die Leute das merken und einen hoffentlich in Zukunft unterstützen.

Und um noch Kurt Cobain zu zitieren: „Ich werde lieber gehasst für das was ich bin, als geliebt für das was ich nicht bin.” Ihr solltet nie das Gefühl haben, nicht ihr selbst zu sein, oder versuchen, wie andere Leute zu sein. Glaubt mir, wenn ich euch sage, dass es da draußen so viele Menschen gibt, die genau jemanden wie euch suchen. Es kann eine Weile dauern, bis sie euch finden, aber wenn sie es dann tun und sehen, wie ehrlich und leidenschaftlich ihr seid, werden sie bleiben.

[F]: Was sollte ein Content-Creator deiner Meinung nach nicht tun?

[A]: Ganz ehrlich: Ich würde euch raten, Dramen und Konflikte zu vermeiden. Indem ihr dieser Negativität keinen Platz in eurer Welt bietet, werdet ihr und auch eure Zuschauer viel mehr Spaß haben, das versprech ich euch!

[F]: Kannst du uns noch irgendwas Besonderes über dich verraten?

[A]: Meine große Leidenschaft ist Geschichte, vor allem die Geschichte der Seefahrt. Ich habe für Museen aus aller Welt Artefakte digital archiviert. Ich habe schon so einige tolle Dinge gesehen! Ich habe auch meine eigene Privatsammlung an „White Star Line“-Erinnerungsstücken – das war die Reederei, der die unglückselige Titanic gehörte.


Damit geht unser heutiges Creator-Spotlight zu Ende. Vielen Dank an Spammals für diesen Einblick in sein Leben als Content-Creator und Sea of Thieves-Fan! Wir gehen dann mal diesen Behauptungen über die Shrouded Ghosts nach …

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